Im Gespräch mit meinen Patientinnen merke ich sehr oft, wie wichtig es ist, am Tag der Brustvergrößerung mit allen Informationen im Klaren zu sein.
So können Sie der Operation gelassen entgegensehen und wissen, dass Sie die beste Wahl getroffen haben.
Bei der Brustvergrößerung geht es darum, den Brüsten Volumen zu verleihen durch die Verwendung von Brustimplantate.

Aber was sind die wichtigsten Aspekte des gesamten Brustvergrößerungsprozesses?
Die entscheidenden Aspekte dieser Intervention sind:
- chirurgischer Zugang: wo wird die Narbe sein?
- Operationsplan: Wo wird die Prothese eingesetzt?
- Brustimplantate: Welche Arten von Prothesen gibt es?
In diesem Artikel werde ich mich auf die ersten beiden Punkte konzentrieren, aber Sie können tiefer in das Thema Brustimplantate eintauchen in einem dedizierter Beitrag.
Chirurgische Zugänge
Der chirurgische Zugang bezeichnet den Punkt, an dem der Chirurg die Hautschnitte setzt und von dem aus die gesamte Operation durchgeführt wird. In der Praxis spiegelt sich dies in der Lage der Operationsnarbe wider.
Bei den am häufigsten angewandten Techniken wird die Narbe auf Höhe der Brustumschlagfalte (d. h. der natürlichen Falte an der Brustbasis) oder am unteren Rand des Brustwarzenhofs positioniert. Seltener kann sie auf Höhe der Achselfalte liegen.

In diesem Fall fällt die Narbe bis zum unteren Rand des Warzenhofs und nimmt das Aussehen einer kleinen Sichel an.
Der Hauptvorteil besteht darin, dass das Sichtfeld dadurch erweitert wird und die Brustfalte, die Stützstruktur der gesamten Brust, in keiner Weise verdeckt wird.

In diesem Fall verläuft die Narbe auf Höhe der Brustfalte, also der natürlichen Falte, auf der die Brust ruht.
Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass der Zugang einen direkten Zugang zum Brustmuskel ermöglicht, ohne dass die Brustdrüse passiert werden muss.
Die Wahl der Narbenposition kann von verschiedenen Faktoren abhängen.
Narbe:
Die Position der Narbe hat keinen wirklichen Einfluss auf den Erfolg der Operation.
Im Stehen und ohne Oberteil ist die kleine Narbe entlang der Brustfalte in der Regel fast vollständig von der Brust verdeckt, während die Warzenhofnarbe in einem schattigen Bereich zwischen dem dunkleren Warzenhof und der helleren Brusthaut endet und ebenso kaum sichtbar bleibt. Selbst bei sehr kleinen Badeanzügen oder BHs sind mögliche Narben weitgehend verborgen und bleiben bedeckt.
Ich persönlich wende beide Techniken an, bevorzuge jedoch eher den lokalisierten Zugang in Höhe der Brustfalte und beschränke den periareolären Zugang auf Fälle, bei denen eine Asymmetrie der Brustwarzenhöfe vorliegt oder bei denen gleichzeitig eine Anhebung des Brustwarzen-Warzenhof-Komplexes erforderlich ist, der aufgrund von Schwangerschaft, Stillzeit oder allgemeinem Gewichtsverlust erschlafft sein kann und eine Bruststraffung erforderlich macht. Dieser spezielle Eingriff wird Mastopexie genannt und wird in einem separaten Artikel behandelt.
Operationsplan
Der zweite Aspekt, der bei einer Brustvergrößerung berücksichtigt werden muss, ist die Operationsplan, oder wo das System positioniert ist.
Aus anatomischer Sicht und stark vereinfacht betrachtet, können wir uns die Brust als eine Struktur vorstellen, die aus mehreren Schichten besteht:
– Haut und Brustwarzen-Warzenhof-Komplex (äußerste Etage)
– Fettgewebe (Fett) und Brustdrüse (Zwischengeschoss)
– großer Brustmuskel (innerste Etage)
Boden:
Ihre Prothese kann vor (retrolanduläre Technik) oder hinter dem Muskel (retromuskuläre Technik) platziert werden.
Das Einsetzen der Brustprothese kann daher mit zwei Techniken erfolgen:

Bei der subglandulären Technik liegt die Prothese oberflächlicher, also zwischen Brustdrüse und Brustmuskel.
I PRO Sie sind einfach durchzuführen, benötigen weniger Zeit für den gesamten Eingriff und sehen viel natürlicher aus, da die Prothese den Bewegungen der Brust folgt.
I GEGEN Es besteht ein höheres Risiko einer Kapselkontraktur und bei kleinen Brüsten ein unnatürliches Aussehen, da die Bedeckung durch die Drüse geringer ist.

Bei dieser Technik wird es unterhalb des großen Brustmuskels positioniert.
In den letzten Jahren hat die Technik an Boden gewonnen DOPPELFLUGZEUG bei der die Prothese im oberen Teil (von der Brustwarze aufwärts) von Muskeln bedeckt ist und im unteren Teil (von der Brustwarze abwärts) subglandulär liegt.
I PRO Sie wirken selbst bei Patientinnen mit wenig Drüsengewebe und ohnehin kleiner Brust sehr natürlich, verringern das Risiko einer Kapselfibrose und sorgen für ein sehr natürliches Erscheinungsbild des Dekolletés, da es von Muskeln bedeckt ist.
I GEGEN sind größere Schwierigkeiten bei der Durchführung, eine längere Operationsdauer und stärkere postoperative Schmerzen im Zusammenhang mit den Muskelschnitten.
Abschließend stellt sich spontan eine Frage. Gibt es eine perfekte Technik? Welche ist für mich die Beste?
Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt keine perfekte Prothese, genauso wenig wie es eine perfekte Technik gibt.
Für jeden Patienten gibt es die passende Technik. Und all das muss bei den Vorbereitungsgesprächen geklärt werden.
